Im Straßenmuseum Pappenheim wurde in kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein  eine Ausstellung mit Exponaten aus der Pappenheimer Burg-Keramik eröffnet. In der Werkstatt auf der Pappenheimer Burg wurden elf Jahre lang wahre Kunstwerke geschaffen.

In einer Feierstunde hat Bürgermeister Uwe Sinn jetzt die neueste Ausstellung im Straßenmuseum Pappenheim eröffnet. In seinem Großwort zeigte er sich erstaunt über die künstlerische Klasse der handgemalten Exponate, die alle aus der Werkstatt der Burg-Keramik stammen. Damals hatte die Pappenheimer Burg-Keramik weit über die Stadtgrenzen hinausgehende Bedeutung. So kommt es auch, dass noch heute viele Stücke aus dem damaligen Berieb in Umlauf sind. Wünschenswert sei es, so Sinn, auch heute wieder das Kunstgewerbe in Pappenheim anzusiedeln. Auch Martin Bengel, Leiter der Sparkasse Pappenheim beglückwünschte bei der Ausstellungseröffnung insbesondere Erika Lenk für die wunderbare Präsentation der Exponate im Museumsfenster.
In der Nachkriegszeit hatte der Buchauer Eduard  Roesner auf der Pappenheimer Burg eine Werkstatt für die Veredelung von Porzellan und Hafnerware eingerichtet. Der Brennofen befand sich in dem Gebäude in der sich vormals die Freimaurerloge Karl zur Treue versammelte und in dem sich heute das Standesamt befindet.  Später wurde der Betrieb in die Innenstadt verlegt, in das Gebäude in dem sich derzeit die Fahrschule Reuther befindet.
Bei der Ausstellungseröffnung konnte besonders Inge Held, als Zeitzeugin viele interessante Begebenheiten aus der damaligen Zeit der Burg-Keramik  berichten. Die Pappenheimerin hatte in dem Betrieb von Eduard Roesner eine vierjährige Lehrzeit als Porzellanmalerin absolviert. Inge Held selbst und viele Pappenheimer haben für die Ausstellung im Straßenmuseum wunderschöne Werke aus dem Pappenheimer Kunstbetrieb zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellungsstücke zeigen die große Vielfalt der Pappenheimer Burg-Keramik, die in den Nachkriegsjahren mehr als zehn Jahre lang Kunstwerke geschaffen haben, die für immer mit dem Namen Pappenheim verbunden sein werden. Denn jedes einzelne Stück ist auf der Rückseite auch handschriftlich vom Künstler signiert. Im nebenstehenden Bild ist sehen Sie eine Signatur von Jana Newa (JN).
Die Ausstellung ist im Straßenmuseum Pappenheim Graf-Carl-Straße 17 ist wie immer kostenlos und rund um die Uhr bis Mitte August für alle zu betrachten.

Fotos: Adamina Mulder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier − 2 =